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WOHNGEBÄUDEVERSICHERUNG

Ihr Eigenheim ist meist Ihre wertvollste Investition und ein zentraler Baustein Ihrer persönlichen Vorsorge. Doch während die Bedeutung einer soliden Absicherung wächst, sehen sich viele Hausbesitzer mit steigenden Beiträgen konfrontiert. Als Ihr Versicherungsmakler erkläre ich Ihnen, warum das so ist und worauf Sie bei einem Vergleich unbedingt achten sollten.
Warum steigen die Beiträge in der Wohngebäudeversicherung?
Viele Kunden fragen sich aktuell, warum die Prämien in den letzten Jahren so deutlich angestiegen sind. Aus unserer bisherigen Analyse lassen sich dafür drei Hauptgründe festmachen:
  1. Explodierende Baukosten: Die Preise für Baumaterialien und Handwerkerleistungen sind massiv gestiegen. Da die Versicherung im Schadensfall den Neuwert Ihres Hauses ersetzen muss, steigen mit den Baukosten auch die Entschädigungssummen der Versicherer.
  2. Der Anpassungsfaktor: In der WGV gibt es einen sogenannten Anpassungsfaktor (gebildet aus Baupreisen und Tariflöhnen im Baugewerbe). Dieser stieg allein im Jahr 2024 um 7,5 %, was fast alle Bestandsverträge automatisch verteuert hat.
  3. Klimawandel und Wetterextreme: Die Zunahme von Starkregen, Hochwasser und schweren Stürmen führt zu einer deutlich höheren Schadensfrequenz. Versicherer müssen heute weitaus höhere Rücklagen bilden, um die Folgen dieser Naturereignisse abfedern zu können.
Worauf Sie beim Vergleich und Abschluss achten sollten
Ein reiner Preisvergleich greift bei der Wohngebäudeversicherung oft zu kurz. Um im Ernstfall nicht auf hohen Kosten sitzen zu bleiben, sind folgende Kriterien entscheidend:
  • Elementarschadenversicherung (unverzichtbar): Angesichts zunehmender Wetterkapriolen ist der Schutz gegen Überschwemmung, Rückstau und Erdsenkung heute ein absolutes Muss. Achten Sie darauf, dass dieser Baustein inkludiert ist.
  • Unterversicherungsverzicht: Stellen Sie sicher, dass die Versicherungssumme korrekt ermittelt wurde (z. B. über die Wohnfläche oder den Wert 1914), damit der Versicherer im Schadensfall nicht aufgrund einer zu niedrig angesetzten Summe die Leistung kürzt.
  • Grobe Fahrlässigkeit: Ein guter Tarif verzichtet auf die Einrede bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden (z. B. wenn eine brennende Kerze unbeaufsichtigt bleibt). Ohne diesen Verzicht kann die Versicherung die Leistung massiv kürzen.
  • Leitungswasser- und Rohrbruchschutz: Achten Sie auf die Mitversicherung von Ableitungsrohren auch außerhalb des Grundstücks, da Reparaturen hier oft sehr teuer sind.
  • Zusatzleistungen: Moderne Tarife bieten oft Extras wie den Schutz für Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder die Übernahme von Hotelkosten nach einem schweren Schaden.

 

Die Wohngebäudeversicherung zählt neben der Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Absicherungen für Immobilieneigentümer. Auch wenn die Beiträge steigen, ist der Verzicht auf wichtige Bausteine wie den Elementarschutz riskant.
Mein Tipp: Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob Ihr aktueller Vertrag noch dem heutigen Wert Ihres Hauses entspricht und ob es Optimierungsmöglichkeiten gibt, um trotz der Marktentwicklung ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.